Der Gott des Gemetzels
Yasmina Reza
Deutsch von Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel
Sibylle Canonica, Sunnyi Melles, Michael von Au, Stefan Hunstein
Regie Dieter Dorn
Bühne Jürgen Rose
Kostüme Jürgen Rose
Vorstellungsdauer eindreiviertel Stunden, Keine Pause
Besetzung Download
Nächste Vorstellung am
Sonntag 31. Oktober 2010, 18:00 Uhr
Residenz Theater
Wir können nicht miteinander leben, aber wir versuchen es immer wieder.
In DER GOTT DES GEMETZELS von Yasmina Reza haben sich zwei Jungen geprügelt. Ein Stock war im Spiel und Zähne sind verletzt. Die Eltern, gut situiert und gebildet, führen ein Streitschlichtergespräch, das zum Krieg im Wohnzimmer wird, unvermittelt und brutal. Wozu die lieben Kleinen erzogen werden sollen, dazu sind die Erwachsenen selbst nicht fähig. Der zivile Umgang funktioniert in der kleinen Welt des kultivierten Bürgertums ebenso wenig wie in der großen Welt der „realen Konflikte“.
YASMINA REZA wurde 1959 als Tochter eines iranischen Ingenieurs und einer ungarischen Geigerin in Paris geboren, studierte dort Soziologie und Theaterwissenschaft und hat eine Ausbildung als Schauspielerin. 1987 wurde ihr erstes Stück „Conversation après un enterrement“ („Gespräche nach einer Beerdigung“) uraufgeführt und mit dem „Prix Molière“ ausgezeichnet; 1989 ihr zweites Stück „Traversée de l’hiver“ ("Reise in den Winter"), für das sie ebenfalls den „Prix Molière" erhielt. 1994 „ART („KUNST“); das mehrfach preisgekrönte Stück (Prix Molière, Tony Award, Laurence Olivier Award) wurde zu einem Welterfolg. 1995 von „L’homme du hasard“ („Der Mann des Zufalls“). Danach schrieb sie zwei Romane: „Hammerklavier“ und im September 1999 „Une désolation“, deren deutsche Übersetzung „Eine Verzweiflung“ beim Carl Hanser Verlag erschienen ist. „Drei Mal Leben“ (Trois versions de la vie“) wurde im Oktober 2000 in Wien uraufgeführt. 2003 erschien der Roman „Adam Haberberg“, im Februar 2005 im Carl Hanser Verlag in der deutschen Übersetzung; 2004 das Stück „Une pièce espagnole“ („Ein spanisches Stück“). 2005 der Text "Dans la luge d'Arthur Schopenhauer" ("Im Schlitten Arthur Schopenhauers") und "Nulle part" im Februar 2006. Am 14. November 2005 wurde Yasmina Reza mit dem Welt-Literaturpreis 2005 ausgezeichnet. Die Uraufführung ihres neuesten Stücks „Der Gott des Gemetzels“ („Le dieu du carnage“) erfolgte am 2. Dezember 2006 im Schauspielhaus Zürich in der Regie von Jürgen Gosch. Yasmina Rezas Werke wurden in über 40 Sprachen übersetzt und werden weltweit gespielt und publiziert. Ihr Roman „L’aube le soir ou la nuit“, 2007 – ein Portrait Nicolas Sarkozys –, erscheint im März 2008 im Carl Hanser Verlag unter dem Titel „Frühmorgens abends oder nachts“.
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